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Yoga

Yoga als alter spiritueller Übungsweg hat seine Wurzeln in Indien. Im 20. Jahrhundert gelangte eine moderne Form des Yoga in den Westen.

Eine wichtige Quelle von Yoga sind die Yoga Sūtren des Patañjali (4. Jhdt.). Gleich im zweiten Sūtra wird erklärt, was Yoga für den Menschen bedeutet.

Yoga citta vṛtti nirodha * Yoga bringt die Bewegungen des Geistes zur Ruhe.

Patañjali gibt auch ein Handwerkszeug mit auf den Weg, wie dies geschehen soll, den achtgliedrigen Pfad.

Während die ersten zwei Glieder als ethische Grundrichtlinien das Verhalten der Welt und sich selbst gegenüber beschreiben, sind die nächsten zwei Glieder, Asana (Körperübungen) und Pranayama (Atemübungen), Methoden, die beim Körper ansetzen und diesen heilen, energetisieren und verfeinern. Diese beiden Elemente werden hauptsächlich in einer Iyengar® Yoga Einheit unterrichtet. Die folgenden vier Glieder führen immer mehr nach innen: Zurückziehen der Sinne, Konzentration, Meditation und Samadhi.

Dennoch geht es im Yoga nicht um Zurückziehen aus der Welt. Im Gegenteil: im achtsamen Üben öffnet, ja weitet sich der Mensch für die Welt und für das, was das In-der-Welt-Sein uns bringt. Der Übende lernt, sich in dieser Welt aufrechter zu halten – nicht nur durch Willenskraft, sondern auch durch eine innere Bewegung der Hingabe und des Loslassens.  Sind das aktive Bemühen (abhyāsa) und das Geschehen-Lassen (vairāgya) in Balance, entsteht eine Ruhe die unser Auge für das Wesentliche öffnet.